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Wechselnde Präsentationen in der Schatzkammer

Kostbarkeiten aus den
Sammlungen der Bibliothek

Die Schatzkammer des Museums befindet sich unterhalb der Ebene der ständigen Ausstellung und ist über eine Treppe sowie barrierefrei über einen Fahrstuhl erreichbar. Hier werden besonders herausragende Stücke aus den vielfältigen Sammlungen der Bibliothek gezeigt. Zum anspruchsvollen konservatorischen Grundkonzept des Museums gehört ein laufender Wechsel wertvoller und fragiler Exponate. Diese Anforderung wird in der Schatzkammer besonders streng umgesetzt: Nach jeweils drei Monaten müssen alle Objekte komplett ausgetauscht werden.

Das bedeutet, dass pro Jahr vier verschiedene Präsentationen in der Schatzkammer zu sehen sind. Gäste, die das Museum mehrfach besuchen, können so immer wieder neue Stücke entdecken.

In der Eröffnungsausstellung sind 26 Exponate zu sehen, zu denen unter anderem das Kyrie aus der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach und ein im 16. Jahrhundert in Berlin gedrucktes Astrolabium – ein astronomisches Mess- und Recheninstrument – gehören.

Die Schatz·kammer ist ein besonderer Raum im Museum.
Dort zeigen wir ganz besondere Sachen
aus verschiedenen Sammlungen.
Die Sachen sind wertvoll.
Einige Sachen sind sehr empfindlich.
Auf diese Sachen muss man sehr gut aufpassen.
Sie gehen ganz leicht kaputt.

Diese wertvollen Sachen dürfen nicht lange ausgestellt werden.
Deshalb zeigt das Museum alle 3 Monate andere Ausstellungs·stücke in der Schatz·kammer.

Wenn Sie das Museum öfter besuchen,
dann können Sie immer wieder neue Sachen entdecken.

Samiel! hilf: Webers Freischütz-Autograph in der Schatzkammer


Die Archidoxa von Leonhardt Thurneysser zum Thurn



Haben Sie schon einmal einen Blick in die Wolfsschlucht gewagt? Nein – nicht in den gleichnamigen Teil des Viktoriaparks auf dem Kreuzberg im Stadtbezirk Friedrichshain-Kreuzberg, sondern in die „echte“ – die in Musik gegossene Vergegenwärtigung menschlicher Urängste! Bis Mitte Juni 2026 haben Sie Gelegenheit dazu in der Schatzkammer im Untergeschoss des Stabi Kulturwerks. Anlässlich des Todestages von Carl Maria von Weber, der sich am 5. Juni dieses Jahres zum zweihundertsten Male jährt, präsentiert die Musikabteilung der Staatsbibliothek aus ihrer reichen Weber-Sammlung zwei Spitzenstücke, welche die Geschichte dieser Kollektion seit 1851 dokumentieren und quasi umrahmen. Im Oktober 1851 – etwas mehr als dreißig Jahre nach der umjubelten Berliner Uraufführung der Oper in Schinkels neuem Schauspielhaus auf dem Gendarmenmarkt – wurde quasi der Grundstein der Sammlung gelegt, als die Witwe des Komponisten, Caroline von Weber, dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. das Freischütz-Autograph als Geschenk übersandte, das bald darauf in die damalige Königliche Bibliothek gelangte.


Weitere Informationen siehe Blogbeitrag Samiel! hilf: Webers Freischütz-Autograph in der Schatzkammer





Leonhardt Thurneysser zum Thurn: Archidoxa, Astrolabium, Berlin, 1575. SBB-PK / Fotostelle. CC BY-NC-SA 4.0 Zum Digitalisat



Ein einzigartiges Zeugnis der Berliner Druckgeschichte ist die Archidoxa von Leonardt Thurneysser. Sie zählt zu seinen bekanntesten Werken und ist eine Zusammenstellung von astrologischen Überlegungen und Vorhersagen, zu der als Ergänzung ein sogenanntes Astrolabium gehört. Dieses sollte dazu dienen, ohne langwierige Berechnungen individuelle Horoskope und Prophezeiungen zu erstellen. Auf jeder Tafel befinden sich bis zu sechs drehbar montierte Scheiben, die unter anderem den Fixsternhimmel mit figürlichen Darstellungen der Sternbilder sowie einen spiralförmigen ‚Baum des Lebens‘ mit verschiedenen Prophezeiungen zeigen.


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